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Gartenrotschwanz-Aktion des NABU Siegen-Wittgenstein
Dem Frühaufsteher auf der Spur – NABU – Aufruf zur Suche nach dem Gartenrotschwanz, Vogel des Jahres 2011 Wer hat den Gartenrotschwanz gesehen oder gehört ? Wo gibt es diese hübsche sangesfreudige Vogelart noch im Kreisgebiet? Der NABU Kreisverband Siegen-Wittgenstein möchte diesen Fragen mit Hilfe möglichst vieler Mitbürger/innen nachgehen und sie ermuntern, ihre Beobachtungen zu melden. Früher war der Gartenrotschwanz in Dorfgärten und sonnendurchfluteten Mischwaldbeständen verbreitet. Er ist aber in ganz Deutschland seit etlichen Jahren zur Seltenheit geworden. Der Bestand nimmt stetig ab, da sich seine Lebensbedingungen aus verschiedenen, oft menschengemachten, Gründen in den Brut- und Durchzugsgebieten, aber auch in den afrikanischen Überwinterungs-gebieten immer weiter verschlechtern. Der Naturschutzbund Deutschland (NABU) und der Landesbund für Vogelschutz (LBV) in Bayern haben ihn deshalb zum Vogel des Jahres 2011 gewählt und dazu aufgerufen, dieses Jahr möglichst bundesweit den Bestand zu ermitteln. Im Kreisgebiet, insbesondere im Siegerland, gibt es ihn auch gegenwärtig noch. Jedes Jahr werden dem NABU von Vogelbeobachtern Rotschwanzreviere aus diesem Raum gemeldet. Dieses Jahr soll nun auch hier im Kreis genauer nach diesem Vogel mit ihrer Hilfe geschaut werden.
Ende April/Anfang Mai kehrt der Langstreckenzieher Gartenrotschwanz aus seinen Zentral- und Westafrikanischen Überwinterungsgebieten in seine Brutgebiete zurück. Jetzt, wo noch nicht alle Blätter voll entfaltet sind, hat man die besten Chancen Gartenrotschwänze gut zu beobachten. Gerne sitzt er auf hohen Sitzwarten und lässt bereits früh am Morgen seinen typischen, mit etwas Übung leicht zu erkennenden, melancholischen Gesang erklingen. Außerdem kann man das Männchen, das etwas kleiner und schlanker als ein Haussperling ist, gut anhand seines hübschen und kontrastreichen Gefieders erkennen. Typisch sind, wie auf dem Foto zu sehen, die weiße Stirn, die schwarze Kehle, die rötliche Brust und der ziegelrote Schwanz. Die Weibchen sind, wie so oft, mit ihrem bräunlichen Gefieder, aber auch mit einem ziegelroten Schwanz, viel unscheinbarer gefärbt. Sein Nest baut das Rotschwänzchen als Höhlen- und Halbhöhlenbrüter besonders gerne in alten Baumbeständen, aber auch in geeigneter Umgebung, wie strukturreiche Gärten und Parks, in Vogelkästen.
Fotos: M. Frede Aber aufgepasst, der Gartenrotschwanz hat einen sehr viel häufigeren Vetter – den Hausrotschwanz! Dieser ist regelmäßig im Siedlungsbereich anzutreffen und erscheint als Kurz- und Mittelstreckenzieher (seine Hauptüberwinterungsgebiete liegen im Mittelmeerraum und Nordafrika) manchmal schon ab Anfang März bei uns. Während sich die Hausrotschwanz-Männchen durch ihr in verschiedenen Grautönen gefärbtes Gefieder und den kratzend-schmatzenden Gesang deutlich vom Gartenrotschwanzmännchen unterscheiden, ist die Bestimmung der Weibchen beider Arten für den Laien nicht immer einfach. In der Regel sind die Hausrotschwanzweibchen aber an Kopf und Rücken dunkler graubraun gefärbt und weisen in der Regel auch dunklere Brust- und Bauchbereiche auf. Wenn sie neugierig geworden sind, Spaß an der Vogelbeobachtung haben oder bereits wissen, wo sich ein Gartenrotschwanzpaar niedergelassen hat, melden sie sich bei uns! Auf der Internetseite des NABU-Kreisverbandes unter „www.nabu-siwi.de“ können sie sich über die Aktion näher informieren oder einen Meldebogen ausdrucken. Sie können uns aber auch anrufen unter 02753-1747 oder eine e-mail schreiben unter „ Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spambots geschützt! JavaScript muss aktiviert werden, damit sie angezeigt werden kann. “. Jeder, der sich beteiligt, kann außerdem an einer kleinen Verlosung teilnehmen und schöne Preise gewinnen. Die Ergebnisse werden wir an den NABU-Bundesverband weiterleiten und natürlich wieder in der Lokalpresse bzw. in unserer vereinseigenen Zeitschrift „Natur und Umwelt“ veröffentlichen. Sabine Portig (2011) Weitere Informationen zum Vogel des Jahres 2011 finden Sie hier.
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