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Exkursion der NABU- Ortsgruppe Siegen in die Wahner Heide „Was ist denn jetzt mit der Wahner Heide?“ Dieser Satz prägte mehrere Jahre die NABU- Ortsgruppentreffen in Siegen. Solange bis sich jemand „ erbarmte“ und die Organisation dieser so lang ersehnten Exkursion in die Hand nahm. Wie es sich für einen Naturschutzbund gehört, traten wir die Reise in die Wahner Heide mit dem Zug an. Mittags, es war schon recht heiß geworden, trafen wir auf unseren Exkursionsleiter Herrn Tillmann. Nach einer kurzen Vorstellung ging es schon los und wir bekamen die ersten Vögel zu Gesicht. Die Ornis unter den Teilnehmern zückten sofort ihr Fernglas oder Spektiv, um die seltenen Vögel so nah wie möglich zu sehen. Am Schluß entpuppten sich die seltenen Vögel als eine Schar von Staren. Weiter ging der Fußmarsch durch eine Waldlichtung mit tiefen Matschfurten, die noch aus der Zeit der militärischen Nutzung der Wahner Heide stammen. Mit der Sonne über unseren Köpfen marschierten wir noch einige Stunden in der Heide. Vorbei an alten Löschteichen, die heute von Kröten und anderen Tieren in Beschlag genommen werden. Als Besonderheit der Wahner Heide ist der Geisterbusch zu erwähnen, der größte zusammenhängende Offenlandbereich in der Wahner Heide. Seinen Namen hat er Erzählungen zufolge von seiner im Nebel erscheinenden unheimlichen Art. Parallel zu dieser ca. einen Hektar großen Fläche verläuft die Landebahn des Köln/ Bonner-Flughafens, was für den Siegerländer gleich zwei Objekte für das Spektiv darstellt: zum einen die jeweiligen Flugzeuge aus der Nähe zu betrachten und dabei nicht die Vögel außer Acht lassen. Eine weitere Besonderheit war der sogenannte Hudewald. Dort wurde früher das Vieh zusammengetrieben. In Zeiten der militärischen Nutzung dienten die Bäume als Schlafplatz für Soldaten.
Der Rundweg führte uns weiter, vorbei an Glan-Rindern und Ziegen, die wir gerne mit auf die Trupbacher Heide genommen hätten, da sie die Heide kahl halten und somit verjüngen. Bei der Rast in der Nähe der Ziegenweide gesellte sich ein Vogel zu uns, der dafür sorgte, dass der ein oder andere Orni vergaß sein Butterbrot zu essen. Nach einer etwa fünfstündigen Wanderung kamen wir durstig, aber zufrieden und begeistert von der Schönheit der Wahner Heide wieder an unseren Ausgangspunkt. Eins steht auf jeden Fall fest: die Wahner Heide hat viele schöne Ecken und der ein oder andere Exkursionsteilnehmer wird einen erneuten Ausflug in die Wahner Heide machen.
Informationen über die Wahner Heide unter:
oder Telefon: 0221-7392871
Anna Christina Ludewig, 2010 |


