Das Duftveilchen - Frühblüher im Naturgarten

      Das Duftveilchen (Viola odorata)
      (Foto: NABU Siegen-Wittgenstein)

      Auf das Duftveilchen mit dem wissenschaftlichen Namen Viola odorata möchte der NABU (Naturschutzbund) Siegen-Wittgenstein in diesem sonnigen Frühlingstagen aufmerksam machen. Es gehört zu den ersten Pflanzen, die in der beginnenden Vegetationszeit ihre duftenden, violetten Blüten ausbilden. In der Natur kommt die nur drei bis zehn Zentimeter große Pflanze an Waldrändern, in Hecken, Gebüschen, Obstgärten und Bachufern vor. Immer mehr "naturfreundliche" Gärtner entdecken das "wohlriechende Veilchen" aber auch als Bereicherung des eigenen Gartens. Nicht selten geschieht der Einzug in den Garten ohne großen Aufwand: Wenn sie darf, verbreitet sich die mehrjährige Pflanze recht schnell und sorgt in kleinen Gruppen schon ab März für hübsche kleine Farbtupfer. An geschützten Plätzen mit nähstoffreichem, etwas feuchtem Boden siedelt sich das Duftveilchen bevorzugt an. Die Pflanze eignet sich auch hervorragend für den flachen Blumenrasen, weil es weder Fußtritte noch das Rasenmähen übelnimmt.

      Während der kurzen Tage im Frühling öffnen sich die Blüten damit das Veilchen auch von Insekten bestäubt werden kann. Der Nektar der schönen Blume dient vielen Insekten, vor allem Bienen, als Nahrungsquelle: So leistet die kleine Pflanze auch einen Beitrag zur Vielfalt an Tieren im eigenen Garten. Selbst wenn das "Märzveilchen" nicht blüht, machen ihre rundlich-nierenförmigen Blätter immer noch eine gute Figur und der Anblick lohnt sich allemal. Das wohlriechende Veilchen ist schon sehr lange als Heilpflanze bekannt. Es enthält Wirkstoffe, die lindernd bei Erkrankungen der Luftwege wirken.

      Diese besonders üppig blühenden Exemplare haben ihren Lebensraum in Mauerritzen gefunden
      (Foto: NABU Siegen-Wittgenstein)

      Ursprünglich stammt Viola odorata aus Südeuropa, hat sich aber mittlerweile über den gesamten europäischen Kontinent verteilt und ist vielerorts als beliebte Gartenpflanze "eingebürgert". Zum Erfolg des kleinen Veilchens trägt die Besonderheit bei, sich nicht allein auf eine Bestäubung mit Hilfe von Insekten zu verlassen: Während der ersten Sommermonate findet innerhalb der geschlossenen Blüten eine "Selbstbestäubung" statt, die eine spätere Samenbildung sicherstellt. Neue Standorte besiedelt das Veilchen mit Hilfe von Ameisen: Die laben sich gerne an den nährstoffreichen Samenanhängseln und verschleppen die Veilchensamen dabei.

      Weitere Infos über heimische Pflanzen für den Naturgarten erhalten sie beim NABU Siegen-Wittgenstein, Kölner Straße 11, 57072 Siegen, Telefon/ Fax 0271/ 48 47 13, ansonsten Anrufbeantworter, Geschäftszeiten: Donnerstag 16 – 18 Uhr.