Für Mensch und Natur

Willkommen beim NABU Siegen-Wittgenstein

 

Hier finden Sie viele Informationen rund um Natur und Umwelt, unseren Veranstaltungskalender sowie einen Überblick über unsere Ziele und Aktivitäten im Artikel „Wir im NABU“. 

 

Wir freuen uns über Menschen, die sich im Naturschutz engagieren möchten - Sie finden Informationen unter "Mitmachen"!

Dramatisches Insektensterben

Dass viele Insektenarten vom Aussterben bedroht sind, ist schon länger bekannt. Nach offiziellen Zahlen des Umweltministeriums in Düsseldorf befinden sich in NRW 52 % aller Wildbienen und Wespenarten auf der Roten Liste, sind vom Aussterben bedroht oder schon ausgestorben. Bei den Schmetterlingen sind es sogar 55 %.

Schwebfliege auf Dostblüte                                               Foto Michael Düben
Schwebfliege auf Dostblüte Foto Michael Düben

Wissenschaftliche Untersuchungen des Entomologischen Vereins Krefeld an 88 Standorten in NRW zeigen aber jetzt, dass ganz allgemein die Masse der fliegenden Insekten in den letzten 15 Jahren um ca. 80 % abgenommen hat. Dies ist durchaus dramatisch, denn die Insekten als größte Tiergruppe sind äußerst wichtig für das gesamte biologische Gefüge. (weiterlesen)

Helfer im praktischen Naturschutz gesucht!

Die Umsetzung von praktischen Maßnahmen, die der Verbesserung von Lebensräumen (Biotopen) oder dem Schutz bestimmter Arten dienen, sind von jeher wichtiger Bestandteil der Arbeit des NABU.

 

Männliches Braunkehlchen auf Sitzwarte
Braunkehlchen, Männchen Foto: Peter Fasel

 

In Kürze stehen Pflegeeinsätze an, um Brutgebiete der selten gewordenen Wiesenbrüter Braunkehlchen und Wiesenpieper zu optimieren. Beide Arten brüten im Kreis Siegen-Wittgenstein in offenen Talräumen, daher sollen an bestimmten Stellen in den (teilweise ehemaligen) Brutgebieten zu stark aufkommende Gehölze geschnitten werden.


Und in einigen Wochen beginnt auch wieder die Frühjahrswanderung der Amphibien. Frösche, Kröten und Molche machen sich auf den Weg zu ihren Laichgewässern. Wenn sie dabei Straßen überqueren müssen, kommen sie dabei leicht, im wahrsten Sinne des Wortes, unter die Räder. Oder auch zwischen die Räder, denn bereits die Luftverwirbelungen und der Luftdruckunterschied unter einem Fahrzeug können ab einer Geschwindigkeit von ca. 30 km/h zu tödlichen inneren Verletzungen führen.

Ein Grasfroschweibchen trägt das Männchen zum Laichgewässer
Ein Grasfroschweibchen trägt das Männchen zum Laichgewässer. Foto: NABU / Lutz Wolfram

Wer Interesse hat, sich in diesem Bereich - an vielen verschiedenen Orten im Kreisgebiet - zu engagieren, kann sich gern beim NABU Siegen-Wittgenstein unter info@nabu-siwi.de melden. Wir würden uns freuen!

Windkraftplanung in Hilchenbach

Überall im Kreis Siegen-Wittgenstein suchen die Gemeinden/Städte neue Konzentrationszonen für Windenergieanlagen. Entsprechend dem Windenergieerlass des Landes NRW sollen die Windräder möglichst an „vorbelasteten“ Standorten, z.B. in der Nähe von Straßen oder Gewerbegebieten errichtet werden. Leider erfolgt dies bei uns im Kreis entsprechend den vorgelegten Planungen so nicht: die Windenergieanlagen sollen im Wald auf den Kuppen der Mittelgebirgszüge errichtet werden. Dadurch ergeben sich durchaus Konflikte hinsichtlich des Arten-, Natur- und Landschaftsschutzes.

 

Auch die Stadt Hilchenbach hat ihre Planung der Öffentlichkeit vorgestellt und im Rahmen einer frühzeitigen Beteiligung die Naturschutzverbände um Stellungnahme zu ihren Plänen gebeten.

Die genauen Planunterlagen können auf der Homepage der Stadt Hilchenbach eingesehen werden.

Die ausführliche Stellungnahme der Naturschutzverbände NABU, BUND, LNU und Aktionsgemeinschaft Naturpark Rothaargebirge dazu finden Sie hier.

 

Kormorane sollen an der Eder getötet werden

Foto NABU/Karl-Friedrich Schöpp
Foto NABU/Karl-Friedrich Schöpp

In der Eder zwischen Erndtebrück und Beddelhausen lebt die gefährdete Fischart Äsche. Deren Bestände sind auch in diesem Äschenschutzbereich in den letzten Jahren stark zurückgegangen. Der ebenfalls geschützte Kormoran lebt davon, Fische zu fressen, auch Äschen. Nun hat der Fischereiverein Wittgenstein den Antrag gestellt, im Winterhalbjahr 2015/2016 Kormorane zu schießen, um sie „letal zu vergrämen“. Dieser Abschuss ist aber wohl sinnlos, es gibt weder Schlaf- noch Brutplätze des Kormorans an der Eder.

Knoppengalle gesucht!

Vor einigen Tage entdeckte ich an einer Stieleiche bei Oberdresselndorf / Burbach die Galle der Knoppengallwespe (Andricus quercuscalicis). Diese außergewöhnliche Galle ist mir bis zu diesem Zeitpunkt in Siegen-Wittgenstein noch nicht aufgefallen, daher möchte ich darum bitten, auf diese merkwürdige Galle zu achten und dem NABU Vorkommen zu melden.

Knoppengalle an einer Eichel.

        Knoppengalle.                                                           Foto: Markus Fuhrmann

Die abgebildete Galle kommt jetzt aktuell an Eicheln (vor allem Stieleiche) vor. Die erste Generation der Wespe hingegen an Zerreichen. Das ursprüngliche Vorkommen der Zerreiche ist jedoch der Balkan bis etwa Wien. Vor langer Zeit erreichten Zerreichen vor allem das Siegerland als Samen aus dieser Region. Daher sind über das gesamte Siegerland Zerreichen verstreut verbreitet. Bei der Suche sollten also immer Eichen dieser Art in der näheren Umgebung vorkommen.

 

Markus Fuhrmann  September 2015


Neues ökologisches Jagdgesetz

In Nordrhein-Westfalen gibt es nun ein neues Jagdgesetz.

Nicht mehr die Jagd auf Trophäen, die Hege kapitaler Tiere oder das Jagdvergnügen stehen im Vordergrund, sondern ein Wildtiermanagement, das sich an den ökologischen Notwendigkeiten eines vielfältigen Waldes orientiert.

Dies ist wichtig, denn unangepasste und überhöhte Wildbestände können durch die verursachten Schäden die Entwicklung von naturnahen und artenreichen Wäldern verhindern.

Rotfuchs

     Rotfuchs.                                                                              (Foto: Michael Düben)

Schwalbennester für Niederlaasphe

In Niederlaasphe wurden in diesem Jahr durch eine Kooparationsgemeinschaft aus dem Förderverein der Grundschule Niederlaasphe, dem Kultur- und Heimatverein Niederlaasphe und dem NABU Siegen-Wittgenstein 14 Schwalbennisthilfen, meist Doppelnester, mit Hilfe der freiwilligen Feuerwehr Bad Laasphe aufgehängt. 

Die Feuerwehr befestigt Nisthilfen für Schwalben mit Hilfe eines Leiterwagens an einer hohen Hauswand.

Gemeinde Neunkirchen will ungenehmigte Eingriffe in den Naturraum legalisieren

Im Talraum des Wildenbaches in Neunkirchen sind schwerwiegende Eingriffe in die Natur ohne vorherige Genehmigung durchgeführt worden.

So wurden durch umfangreiche An/Aufschüttungen Lagerflächen und LKW-Stellplätze geschaffen. Dabei wurden nach § 30 Bundesnaturschutzgesetz geschützte Biotope zerstört und  Lebensraum der streng geschützten FFH-Schmetterlingsart Dunkler Wiesenknopf-Ameisenbläuling zerstört.

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Wiesenbrüter sterben in Wittgenstein als Brutvögel aus

Kreis als Naturschutzbehörde wird nicht aktiv

Ornithologen des NABU mussten im Vergleich zu den letzten Jahren einen dramatischen Einbruch bei den Bruten von Braunkehlchen und besonders von Wiesenpiepern in Wittgenstein feststellen.

Die Ergebnisse der Kartierarbeiten und der Vergleich mit früheren Daten wurden der Unteren Landschaftsbehörde (ULB)  des Kreises Siegen-Wittgenstein vorgelegt. Da sich eine Gefährdung der lokalen Population dieser Vögel abzeichnet, hatte der NABU eine Reaktion der Naturschutzbehörde erwartet.

Für diese Fälle gibt es nämlich einen vom Umweltministerium NRW und der Landwirtschaft entwickelten Leitfaden, der die Vorgehensweise einer Kreisbehörde beschreibt, um die Wiesenbrüter vor dem Aussterben zu schützen. Auch besteht in solchen Fällen entsprechend § 42 Abs.  4 Bundesnaturschutzgesetz  eine Verpflichtung, tätig zu werden. 

Dennoch lehnte die ULB ab, hier aktiv zu werden.  

Stattdessen hat diese Behörde zu unserem großen Entsetzen keine Einwände gegen den Anbau von Mais bis knapp an die Grenze zu einem der wichtigsten Brutgebiete der Wiesenbrüter Wittgensteins.  Dies könnte auch die letzten Brutvögel dort vertreiben. 

Wenn jetzt tatsächlich Braunkehlchen und Wiesenpieper als Brutvögel in Wittgenstein aussterben, kann man von der zuständigen Naturschutzbehörde wohl keine Hilfe erwarten.

Michael Düben,  Mai 2015

 

Angrenzend an Grünland, das von den Wiesenbrütern bisher als Brutgebiet genutzt wurde, wurde ein Maisfeld angelegt.

Maisanbau bis zum Brutgebiet

Der Stieglitz - Vogel des Jahres 2016

Vogel des jahres 2016

Foto: NABU/Andreas Hartl
Foto: NABU/Andreas Hartl

Der Stieglitz

Charaktervogel bunter Landschaften

Mehr Infos

Hier können Sie die aktuelle Natur und Umwelt herunterladen.

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Die Liste von Ansprechpartnern für verletzte und gefährdete Tiere im Kreis Siegen-Wittgenstein herunterladen

AnsprechpartnerVerletzteTiere_SiWi_2015.
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