Jahresbericht 2017

Vorgestellt auf der Mitgliederversammlung am 13.04.18 

Jahresbericht des Vorstandes für das Berichtsjahr 2017

 

Grundstücke

 

Im Gegensatz zu den vergangenen Jahren konnte der NABU im Berichtsjahr kein neues Naturschutzgrundstück erwerben. Allerdings kaufte die NRW-Landesregierung auch in NSGs des Kreises Siegen-Wittgenstein einige Naturschutzflächen, die somit auch langfristig gesichert sind.

 

Insgesamt verfügt der NABU  über ca. 13 ha eigene Flächen.

Daneben hat der NABU noch etliche Flächen gepachtet (z.B. im Wetterbachtal) und Gestattungsverträge für andere Flächen abgeschlossen, so im Feuchtgebiet Lützel und für 2 Grundstücke im Puderbachtal bei Bad Laasphe.

Alle NABU-eigenen, gepachteten oder betreuten Grundstücke wurden im Berichtsjahr aufgesucht und hinsichtlich ihres Zustandes und eventueller Verkehrssicherheitsprobleme kontrolliert.

 

Hinsichtlich der Naturerbefläche Trupbach hat die NRW Stiftung die Betreuung der Waldflächen auf den Bundesforst und die Betreuung der Offenlandflächen auf die Biologische Station Siegen-Wittgenstein übertragen. Bei der Biologischen Station wurde diese Aufgabe von Manuel Graf übernommen, der dazu eine Teilzeitstelle antrat. Weiterhin wurde von der Stiftung ein sog. Beirat berufen, der die weiteren Pflege- u. Entwicklungsmaßnahmen sowie sich ergebende Probleme z.B. hinsichtlich der Besucherlenkung zu Trupbach berät. In diesem Beirat ist der NABU durch Klaus Schreiber und Eva Lisges vertreten. 

Für die NRW-Stiftungsflächen in den Ankaufskulissen Gernsdorfer Weidekämpe und Weißbachtal hat der NABU die komplette Betreuung übernommen, zurzeit ca. 28 ha, im Weißbachtal kommt es noch zu Zukäufen neuer Flächen. Für diese Betreuungskulisse wurden in 2017 neue Betreuungsverträge mit der NRW-Stiftung abgeschlossen, die teilweise größere Anforderungen an die Betreuer stellen.

 

Die Zusammenarbeit mit der NRW Stiftung erfordert deshalb Aufwand, Arbeit und Zeit und bedeutet, dass der NABU Verantwortung für diese Flächen übernimmt.
So betreut Eva Lisges für den NABU die NRW-Flächen in Gernsdorf und im Weißbachtal mit allem, was dazu gehört: Verkehrssicherheitspflicht, Abschluss von Pachtverträgen, Durchführung von Exkursionen, Initiieren von Pflegemaßnahmen etc.
In dieser Funktion nahm Eva Lisges auch am Betreuertreffen der NRW-Stiftung teil.

 

 

Verkehrssicherheitskontrollen für Stiftungsflächen in Bad Berleburg-Stünzel wurden durch Helga und Michael Düben durchgeführt. Entsprechende Kontrollen von NRW-Stiftungsflächen im Raum Burbach erfolgten durch Jürgen Sartor. Da auch für diese Flächen neue Betreuerverträge mit der Biologischen Station abgeschlossen wurden, entfallen die Kontrollen durch den NABU zukünftig.

 

Biotoppflege

 

NSG Honert: Entnahme von Gehölzen im Bereich der Felsformationen am Radweg und an den Schieferhalden im Frühjahr und im Herbst.

NABU-Grundstück Hemschlar: Im Spätsommer Handmahd der Mädesüßflächen und Entfernung des Schnittgutes.

Pflegeeinsätze Niedermoor Volkholz: Beseitigung von Mähgut auf der angrenzenden, kreiseigenen Fläche

Pflege der Wasserverbandsfläche in Alertshausen: Mahd, Beseitigung des Mahdmaterials

Pflege der Betreuungsflächen in Puderbach

Pflege des Artenschutzturms Struthbach und seiner Umgebung
Pflegearbeiten am NABU-Grundstück Schwanche: Beseitigung von Stockausschlägen und Abraum des Schnittmaterials

Pflegearbeiten NABU-Grundstück Altenteich: Beseitigung von Stockausschlägen und Abraum des Schnittmaterials

Pflegearbeiten im Feuchtgebiet Lützel, hier Rückschnitt von wieder aufkommenden Gehölzen und Brombeeren.

Mähen einer Streuwiese in Lippe, Beseitigung des Pappelaufwuchses auf einer ungemähten Teilfläche und Abtransport des Mähgutes. Zweck der Maßnahme: Schutz des Skabiosen-Scheckenfalters, nordischem Labkraut, Trollblume, Orchideen etc..


Der vom NABU für Pflegearbeiten angeschaffte Balkenmäher hat sich sehr bewährt und wurde im Bereich Lippe und in Wittgenstein eingesetzt.

Ein besonders großes Augenmerk lag im Berichtsjahr auf der Pflege der NABU-Obstwiese in Richstein. Hier wurde im März ein Obstbaumschnitt durchgeführt, Teilflächen wurden gemulcht, das Mulchmaterial zusammengerecht und seitlich auf Haufen gesetzt.
Zwischen den Obstbäumen wurden Laufwege gemäht. Erstmals erfolgte eine Beweidung mit Schafen, die positiv verlief. Im Herbst erfolgte eine Nachpflanzung von leider abgestorbenen Bäumen.

 

Wichtig im Berichtsjahr waren auch allgemeine Pflegemaßnahmen zum Erhalt der Wiesenbrüter Braunkehlchen und Wiesenpieper. Dazu gehörte das erneute Freistellen des ehemaligen Bahndammes in Beddelhausen von Sträuchern und Bäumen durch Einsätze im Frühjahr und Herbst. Hier entfernte die Stadt Bad Berleburg das Schnittmaterial.

NSG Gernsdorf: Entfernung von Sträuchern und Bäumen auf den Wiesenbrüterflächen; Bekämpfung von Sacchalinknöterichvorkommen.

 

 

Artenschutz

 

Amphibienschutz: Bedarfssperrung der Kreisstraße Harfeld: Hier wurden die Sperrmaßnahmen nach Rücksprache mit Straßen.NRW modifiziert und eine neue Beschilderung der Sperrmaßnahmen durchgeführt. Wenn gesperrt wurde, wurde dies auf unserer Homepage veröffentlicht.
Bedarfssperrung der Straße Am Spielacker/Sengelsberg Bad Berleburg.

Aufbau eines Amphibienzaunes rund um den Löschweiher Bad Berleburg-Richstein. Koordinierung der Betreuung durch Richsteiner Bürger und Jens Lehmann. Um Verluste durch Prädatoren zu verhindern, wurde hier erstmals ein Elektrozaun mit Weidezaungerät aufgebaut. Auch hier war Jens Lehmann verantwortlich.

In Erndtebrück- Schameder wurde wieder ein Amphibienschutzzaun aufgebaut und betreut (hauptsächlich durch Christian Sebening).

Aufbau und Betreuung eines Amphibienschutzzaunes im Bereich Freudenberg.

 

Artenschutzmaßnahmen für den Raufuß- und Sperlingskauz:

Kontrolle der in Bad Laasphe, Erndtebrück und Bad Berleburg aufgehängten ca. 50 Raufußkauz- und Sperlingskauzkästen, teilweise wurden Kästen repariert, ersetzt und umgehängt. Verantwortlich hierfür war Jens Lehmann, der mit Unterstützung des NABU in 2017 eine Baumkletterausbildung absolvierte, um diese Arbeiten auch in größerer Höhe sicher durchführen zu können.

 

Nistkastenkontrolle u.a. am Amalienhütter Weiher, Niederlaasphe (mit Nachmittagsbetreuung Grundschule Niederlaasphe), Friedhof Bad Laasphe und Artenschutzturm Struthbach.

 

Kontrolle von ca. 80 Wasseramselkästen in ganz Wittgenstein und ca. 60 im Raum Netphen.
Neu konnte auch die Betreuung von Wasseramselkästen im Bereich Hilchenbach aufgenommen werden.

 

Kontrolle von Nistkästen und Brutplätzen von Wanderfalken und Falken an Kirchtürmen, Autobahnbrücken und Stromleitungen in Netphen und im Siegerland. Alfred Raab begleitete fachkundig CEF-Maßnahmen für Greifvögel durch Straßen-NRW. Im Bereich Siegerland wurden mit Hilfe von Baumkletterern Baumfalkennistkörbe aufgehängt.

 

Kontrolle von Haselmauskästen im Raum Siegen.

Kontrolle der Eisvogelwand Grundbachtal NSG Eder.

 

Zahlreiche Aktivitäten zum Fledermausschutz sind wieder durch den Arbeitskreis Fledermausschutz im NABU KV erfolgt. U.a. wurden die wichtigen Untersuchungen im ehemaligen Grubengelände Hörre weitergeführt. Stollenkontrollen gab es u.a. im Winter im Heinsberger Tunnel und in Stollen, wie z. B Gutes Wasser Aue und der Honert. Im Bereich Leimbacher Hauberg richtete Manuel Graf zum Schutz der Bechsteinfledermaus ein Fledermauskastenrevier neu ein.
Der AK Fledermausschutz war auch wichtiger Ansprechpartner für Mitbürger, die „Probleme“ mit Fledermäusen melden.

Hier war im Siegerland insbesondere Dr. Wiedemann unterwegs, der sich auch um verletzte Fledermäuse kümmert. In Erndtebrück- Schameder betreibt Christian Sebening sehr engagiert und erfolgreich die NABU-Fledermaus-Pflegestation.
Leider wurde der Verschluss der Grube Berghäuschen aufgebrochen. Die erfolgreiche Reparatur erfolgte umgehend durch Christian Sebening.

 

Im Berichtsjahr wurden wieder zahlreiche Kartierungen durchgeführt, so z.B. ornithologische Kartierungen durch Ludger Behle- Erwes und Thomas Müsse im Bereich Wittgenstein und Lützel. Das Hauptaugenmerk lag hierbei auf dem Bruterfolg von Braunkehlchen und Wiesenpieper.

 

Kartierung von Baumfalken, Habicht, Rotmilan, Wespenbussard und Schwarzstorch im Stadtgebiet von Netphen und in den Randbereichen außerhalb Netphens durch Alfred Raab.

Alfred Raab hat auch als Mitarbeiter der AG Wanderfalkenschutz NRW (AGW) im NABU im Kreisgebiet und darüber hinaus in den Kreisen OE, MK, HA und GM vorhandene Nistmöglichkeiten von Wanderfalken kontrolliert, beobachtet und mögliche weitere Standorte für Nisthilfen erkundet.

 

Markus Fuhrmann führte seine Kartierprojekte fort (Schwebfliegen, Pflanzengallen, etc).

 

 

Schwarzstorchhorstkontrollen im Altkreis Wittgenstein führten Thomas Müsse und Ludger Behle-Erwes durch. Jürgen Sartor führte das ganzjährige Vogelmonitoring auf einer Rundstrecke in Wahlbach (167 Begehungen) und mit Dieter Amthauer das Flächenmonitoring der Brutvögel auf einer 100 ha großen Probefläche in Gosenbach durch. Viele dieser Aktiven beteiligen sich auch an der Internetplattform „ornitho.de“ des DDA. Jürgen Sartor führt zusammen mit Karl-Heinz Weber die Datenbank der Vogelbeobachtung aus dem Siegerland. Jürgen Sartor, Michael Frede und Ludger Behle-Erwes waren auch Mitarbeiter an der „Roten Liste der Vögel in NRW 2016“.

 

Stellungnahmen

 

Im Jahr 2017 wurden von NABU-Aktiven wieder eine Vielzahl von Stellungnahmen zu Eingriffen in die Natur abgegeben. Hier arbeiten Gerhard Bottenberg und Dr. Poltz für das Siegerland und Helga und Michael Düben für Wittgenstein. Aber auch andere NABU-Mitglieder beteiligen sich dabei, wie z.B. Klaus Schreiber beim Flurbereinigungsverfahren Plittershagen der Bezirksregierung und der Diskussion mit Amprion zum Planungsstand Energiewendeprojekt EnLAG 19, Neubau der 380-Kilovolt Höchstspannungsfreileitung Kruckel (Dortmund) bis Dauersberg (Rheinland-Pfalz).

 

Auch die Windenergie beschäftigte die Stellungnehmer wie in den vergangenen Jahren.

So sucht die Stadt Bad Laasphe zurzeit neue Windkraftvorrangzonen. Hierzu musste eine Stellungnahme erarbeitet werden.

 

Besondere Bedeutung hat momentan die Neuaufstellung des Landschaftplans Netphen. In dem entsprechenden Beteiligungsverfahren haben Helga und Michael Düben eine umfangreiche Stellungnahme verfasst. Hierzu gab es auch eine Infoveranstaltung der UNB, an der das Ehepaar teilgenommen hat.

 

Daneben gab es wieder sehr zahlreiche Behörden- und Ortstermine im gesamten Kreisgebiet. So z.B. in Freudenberg (Bauabsicht bei Ameisenproblematik), Neunkirchen (Eingriff in NSG Pfannenberg durch Betriebserweiterung), Netphen (Radweg im NSG Auenwald) und beim Landesbetrieb Straßen für verschiedene Straßeninstandsetzungs- u. Ausbaupläne im Kreisgebiet. Hier geht es u.a. um Erneuerung von Brückenbauwerken und den 6-streifigen Ausbau der Autobahnabschnitte im Kreisgebiet. Wichtig sind hier der Erhalt von Wildtierwanderungspassagen, die eventuelle Errichtung von Grünbrücken und der Schutz der an den bestehenden Brücken lebenden Fledermäuse, Wanderfalken und Mauersegler. In Bezug auf diese Tiere wurden schon sog. CEF-Maßnahmen durchgeführt. Hier hat sich ganz besonders Alfred Raab engagiert.

 

Föna

 

Gefördert wurden viele unserer Arten- und Biotopschutzmaßnahmen im vergangenen Jahr über das Fönaprogramm (Förderrichtlinie Naturschutz). Hierbei bekamen wir 7.581,39  € aus öffentlichen Mitteln zugesprochen. Dafür möchten wir uns herzlich bedanken.
Allerdings sind diese Fönagelder überwiegend Vergütungen für tatsächlich ehrenamtlich durchgeführte Arbeitsstunden. Deshalb müssen sämtliche dieser Gelder einzeln an die Helfer ausgezahlt werden, was einen riesigen zusätzlichen Arbeits- und Verwaltungsaufwand hauptsächlich für Manfred Semper und Eva Lisges bedeutet.
Viele dieser Helfer spenden allerdings diese Mittel wieder an den NABU zurück.
Dafür möchten wir uns herzlich bedanken, denn diese Finanzmittel sind äußerst wichtig für unsere weitere Vereinsarbeit.

 

An den Arten- und Biotopschutzmaßnahmen 2017 in unserem Kreisgebiet, die auch durch Föna gefördert wurden, haben sich folgende NABU-Mitglieder beteiligt:

Jens Lehmann, Michael und Helga Düben, Thomas Rasche, Thomas Müsse, Eva Lisges, Fam. Portig-Frede, Wolfgang Lückert, Marc-Robin Lückert, Christa Schmeltzer, Birgit Becker, Norbert Szabautzki, Doris Sonneborn, Jürgen Sartor, Gerhard Bottenberg, Holger Krafft,  Alfred Raab, Nicole Wydra, Ehepaar Beine, Thomas Sauer, Beate Göbel, Katharina Garde,  Christina Muzik, Christian Sebening, Manuel Graf  u.a.

 

 

Für ihren Einsatz, auch für NABU-Mitglieder, die hier nicht genannt sind, möchte sich der Vorstand sehr herzlich bedanken.

 

Projekte

 

Im Jahre 2017 wurde das landesweite Projekt „Fledermausfreundliches Haus“ weitergeführt. Ähnlich wie bei dem Projekt „Schwalbenfreundliches Haus“ können Mitbürger, in deren Gebäude Fledermäuse wohnen, dies dem NABU melden. Nach Kontrolle und Beratung durch NABU-Fledermauskundler können sie eine Plakette erhalten, die am Haus sichtbar den Einsatz für den Fledermausschutz dokumentiert, Leitung Sabine Portig.

Auch das Projekt „Schwalbenfreundliches Haus“ wurde weiter fortgeführt. Hierfür ist Eva Lisges verantwortlich.

Erwähnt werden muss auch die Sammelaktion „Handys für die Havel“. Hier gibt es in vielen Rathäusern unserer Gemeinden NABU-Sammelbehälter, die von Eva Lisges betreut werden. Auch an der Aktion Stunde der Gartenvögel beteiligten wir uns mit Exkursionen.

Im Berichtsjahr hat eine Gruppe von Ornithologen (u.a. Holger Krafft, Klaus Schreiber, Prof. Dr. Klaudia Witte, Klaus-Dieter Zimmermann, Thomas Sauer, Dr. Hartmut Müller, Alfred Raab, Armin Dreisbach, Markus Fuhrmann, Dr. Siegfried Ninnemann, Jürgen Sartor, Gerd Quandel, Gerrit Rohleder, Armin Schol, Karl-Heinz Weber, Dirk Manderbach, Dr. Martin Wiedemann, Manuel Graf) das Projekt, eine Avifauna des Siegerlandes zu erstellen, weitergeführt. Die Ergebnisse dieser Arbeit sollen im Rahmen der Schriftenreihe zur Tier- und Pflanzenwelt des Kreises Siegen-Wittgenstein als Buch veröffentlicht werden.

 

 

Öffentlichkeitsarbeit

 

Am 12.1.2017 fand in der weißen Villa in Kreuztal eine Diskussionsveranstaltung mit Umweltminister Remmel statt. Im Rahmen einer Veranstaltungsreihe „Umweltminister vor Ort“ nahm hier für den NABU der Naturschutzreferent Michael Düben teil, da es neben Problemen der Landwirtschaft auch um Arten- und Naturschutz im ländlichen Raum ging.

 

Am 16.7.2017 wurde ein Tag der Biologischen Vielfalt im Kreis Siegen-Wittgenstein durchgeführt. Angeregt worden war diese Veranstaltung von der Universität Siegen, die hierzu Kooperationspartner, wie die Biologische Station, Naturschutzverbände, Bewirtschafter etc. fand.
Für den NABU beteiligte sich Eva Lisges an der Planung, Vorbereitung, Durchführung und Abrechnung dieser Aktion. Vormittags gab es zu verschiedenen Themen wissenschaftliche Vorträge verbunden mit einer kleinen Ausstellung an der Universität, die eigentliche Aktion wurde dann im NSG Trupbach durchgeführt. Hier waren etliche Stationen zur biologischen Vielfalt auf dieser Heidefläche eingerichtet worden. Besucher gelangten zur Heide mittels eines Shuttle-Busses. Es gab Verpflegung, ein spezielles Kinderprogram usw.
Insgesamt waren die Veranstalter mit der Resonanz in der Bevölkerung zufrieden und es ist beabsichtigt, ähnliche Aktionen auch in den kommenden Jahren durchzuführen. Der Tag wurde durch Fördermittel der Stadt Siegen und der NRW-Stiftung unterstützt.

Markus Fuhrmann hielt wieder naturschutzfachlich interessante Vorträge im Heimathaus in Siegen-Bürbach

Wie im Vorjahr gab es auch zahlreiche Anfragen von Fernsehen, Radio und Printmedien an den NABU, die zu Veröffentlichungen führten. 
Daneben gab es diverse Presseveröffentlichungen des NABU durch Eva Lisges und Leserbriefe bei Naturschutzproblemen.

 

Zahlreiche Anfragen von Bürgern, die per mail bei uns ankamen, beantwortete Eva Lisges. Telefonische Anfragen an unsere Geschäftsstelle wurden vom Ehepaar Düben beantwortet. 

 

Exkursionen

 

Exkursionen sind fester Bestandteil unserer NABU-Arbeit und werden sehr gut besucht.

Hierdurch gelingt es, bei unseren Mitbürgern Verständnis und Unterstützung für den Schutz unserer Natur zu wecken. NABU-Mitglieder wirkten bei Veranstaltungen und Exkursionen in Zusammenarbeit mit der Biologischen Station und Waldland Hohenroth mit. Daneben gab es noch einige Extraexkursionen, z.B. zur Stunde der Gartenvögel.

 

 

Internetauftritt/Mitgliederzeitung

 

Unsere Homepage, die aktuell über das NABU-Engagement unseres Kreisverbandes berichtet, wird hauptsächlich von Edgar Kuhly und Eva Lisges betreut.

 

Für unsere Mitglieder ist die Natur und Umwelt mit ihren Beiträgen und Informationen ein wichtiges Medium. Wir danken dem Redaktionsteam Markus Fuhrmann, Matthias Mennekes und Monika Münker-Kunze für ihre Arbeit. Im Berichtsjahr erschien 1 Ausgabe. In dieser Mitgliederzeitung erscheint jeweils auch die ordnungsgemäße Einladung zur Mitgliederversammlung. Die Anzeigen und der Versand unserer Zeitung werden zurzeit von Eva Lisges betreut. Unterstützung fand sie u.a. bei Birgit Becker, Christa Schmeltzer, Doris Sonneborn.

 

 

Geschäftsstelle

 

Unsere Geschäftsstelle in Bad Berleburg, Am Buchholz 1 erhält sehr viele telefonische An- und Nachfragen.

Der Vorstand hat sich 2-mal getroffen (20.2. u. 10.11.). Viele Probleme wurden allerdings auch telefonisch oder per Mail abgeklärt. Die Mitgliederversammlung des NABU KV erfolgte am 7.4.2017 in Allenbach.

Am 9.7.2017 fand die Landesvertreterversammlung des NABU in Köln statt. Als Delegierte haben teilgenommen:  Siegfried Ninnemann, Eva Lisges, Thomas Müsse, Wolfgang Lückert, Beate Göbel, Jens Lehmann.
Helga Düben nahm an einer Sitzung des Landesrates in Düsseldorf teil.

 

Mitgliederorganisation

 

Am 31.12.2017 lag unser Mitgliederbestand bei 2016 Mitgliedern. Leider bedeutet dies einen Rückgang unserer Mitgliederzahlen. Allerdings verlassen Mitglieder, die durch eine Werbeaktion gewonnen worden sind, erfahrungsgemäß nach einiger Zeit wieder den Verein.

 

Wir können uns trotzdem selbstbewusst als größten Naturschutzverband in Siegen-Wittgenstein bezeichnen.

Die Verwaltung der Mitglieder liegt in den Händen von Eva Lisges, Jens Lehmann und Matthias Mennekes.

Unsere Ortsgruppen in Siegen und Wittgenstein sind das Rückgrat des NABU. Sie treffen sich in regelmäßigen Abständen, erfahren Interessantes über die heimische Natur und engagieren sich tatkräftig im Arten- und Biotopschutz. Besonders erwähnen möchte ich die „Hausmeisterfunktion“ von Thomas Müsse für unsere NABU-Hütte in Erndtebrück, ohne den wir weder im Warmen und vor allem „auf dem Trockenen“ sitzen würden. Bei der Holzbeschaffung half Matthias Mennekes.

Im NABU gibt es eine Kindergruppe in Siegen und eine solche in Kreuztal. Diese sind sehr aktiv und erfolgreich. Die Betreuung erfolgt u.a. durch Gabi Buhl-Berghäuser, Karin Schmidt, Dr. Martin Wiedemann, Folker Haase, Thomas Rasche und Anna Wetz.

 

Die Mitarbeiter in der Kinderbetreuung haben alle eine Ehrenerklärung zum Schutz von Kindern und Jugendlichen  abgeliefert. Die Kindergruppe Siegen hat sich mit ihrer Arbeit um den pädagogischen Umweltpreis der Stadt Siegen beworben. Diese Bewerbung war erfolgreich. Die Kindergruppe wurde durch einen Geldpreis von 600 Euro ausgezeichnet, der der Kindergruppe nun für die weitere Tätigkeit zur Verfügung steht.  

 

Arbeitnehmer

Eva Lisges ist mit einer Teilzeitstelle von wöchentlich 10 Stunden beim NABU Kreisverband angestellt. Ihre Hauptaufgabe liegt in der Koordination unserer Vereinsaktivitäten, wie Betreuung der Mitglieder, der Ortsgruppen oder der Organisation von Pflegemaßnahmen, der Erstellung von Förderanträgen, der Öffentlichkeitsarbeit, der Aktualisierung der Homepage, Flächenbetreuung  und vieles mehr.

 

Mitarbeit in anderen Organisationen und Ausschüssen

 

Der NABU ist mit BUND, LNU, landwirtschaftlichen Vereinigungen und dem Kreis Siegen-Wittgenstein Mitträger der Biologischen Station Siegen-Wittgenstein.

Michael Düben ist als Vertreter des NABU Mitglied der Mitgliederversammlung der BS und als Vertreter der Naturschutzverbände Mitglied im Vorstand. Im Berichtsjahr wurde ein neuer Mitarbeiter in Teilzeit für die Betreuung der Trupbacher Heide gesucht und eingestellt. Gleichzeitig teilte der langjährige wissenschaftliche Leiter der Station, Herr Peter Fasel, dem Vorstand mit, dass er in 2018 seine Tätigkeit beenden möchte. Auch für diese Position musste daher ein NachfolgerIn gesucht und gefunden werden. Dadurch gab es zahlreiche Vorstandsitzungen und auch mehr Mitgliederversammlungen als in den früheren Jahren.

 
Die Stadt Siegen veranstaltet in lockerer Folge einen sog. Runden Tisch mit den Naturschutzverbänden. Hier werden aktuelle Probleme des Natur- und Umweltschutz für das Stadtgebiet Siegen besprochen. Der Termin im Mai wurde vom Ehepaar Düben wahrgenommen.

 

Die Stadt Bad Berleburg ließ für ihre umfangreichen Wirtschaftswege ein von der EU gefördertes Wegekonzept erstellen. Da hier auch ökologische Funktionen der Wegränder zu bewerten waren, nahm an der Steuerung dieses Konzeptes auch das Ehepaar Düben teil.

 

Im Kreisumweltausschuss vertritt Helga Düben die Naturschutzverbände als beratendes Mitglied.

Helga Düben ist auch Mitglied der Wisent-Steuerungsgruppe für das Wisentauswilderungsprojekt in Bad Berleburg. Dieses Projekt könnte durch anstehende Klagen von privaten Waldbesitzern aus dem Schmallenberger Raum vor Gericht gefährdet sein; auch der NABU Landesverband ist in diesen Prozess mit eingebunden.

Helga Düben ist stellvertretendes Mitglied in der Regionalkommission des Forstamtes Hilchenbach und Mitglied im Jagdbeirat der Unteren Jagdbehörde des Kreises Siegen-Wittgenstein.

Helga Düben ist Mitglied in der Jury Klimaschutzpreis der Stadt Bad Berleburg.

Die Landesnaturschutzverbände bestimmten Michael Düben als ihren Vertreter im Naturparkausschuss des neuen Naturpark Sauerland-Rothaargebirge. Der Vertreter der Naturschutzverbände im Vorstand des Naturparkvereins ist Friedel Henstorf.

 

Am jährlichen Waldspaziergang des Forstamtes Siegen-Wittgenstein, bei dem es auch um Naturschutz im Wald geht, nahm das Ehepaar Düben teil. Diese Veranstaltung präsentierte Naturschutz im Privatwald im Bereich der Försterei Eder-Elsofftal.

Beteiligt war der NABU an Netzwerktreffen der Bürgerinitiativen und der Route 57.

Mit zahlreichen BI`s wurden Gespräche wegen der Beeinträchtigungen von Vögeln u. Fledermäusen durch Windkraftanlagen geführt.

 

Das Ehepaar Düben hat auch an einer Sitzung zur Überarbeitung des Regionalen Entwicklungskonzeptes des Kreises Siegen-Wittgenstein in Siegen teilgenommen.

Im Dezember wurde der 2. Runde Tisch Landwirtschaft und ein Treffen zum Vogelschutzgebiet Burbach Neunkirchen entsprechend der sog. Burbacher Vereinbarung durch die UNB durchgeführt. Hier wurde der NABU durch das Ehepaar Düben vertreten.
Helga und Michael Düben haben auch an einer Fachtagung `Verkehrssicherheit von Bäumen` in Kreuztal, veranstaltet vom Kreis Siegen-Wittgenstein, teilgenommen.

 

Beirat

 

Auch im Naturschutzbeirat der Unteren Naturschutzbehörde bringt sich der NABU mit seinen Mitgliedern Michael Hänel, Markus Fuhrmann, Helga Düben und Matthias Mennekes ein. Helga Düben ist Vorsitzende des Beirats. In dieser Funktion erarbeitete sie zahlreiche teilweise ausführliche Stellungnahmen zu Eingriffen in die Natur.

 

Im Rechenschaftsbericht werden die Aktivitäten wiedergegeben, die dem Vorstand bekannt gegeben worden sind. Daneben gibt es sicherlich noch etliche Einsätze für den Naturschutz  von NABU-Mitgliedern, die hier unerwähnt geblieben sind.

 

Der Vorstand des NABU Siegen-Wittgenstein bedankt sich bei allen Aktiven für die im Jahr 2017 geleistete Naturschutzarbeit.

 

Helga Düben

Vorsitzende des NABU KV Siegen-Wittgenstein  1.3.2018

 

 

 

 

Vogel des jahres 2018

Foto: NABU/Günter Stoller
Foto: NABU/Günter Stoller

Der Star

Imitationstalent und Formationskünstler

 

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