Der Naturschutzbund Deutschland e.V. - NABU - möchte Menschen dafür begeistern, sich durch gemeinschaftliches Handeln für die Natur einzusetzen. Wir wollen, dass auch kommende Generationen eine Erde vorfinden, die lebenswert ist, die über eine große Vielfalt an Lebensräumen und Arten sowie über gute Luft, sauberes Wasser, gesunde Böden und ein Höchstmaß an endlichen Ressourcen verfügt. Auf diesen Seiten möchten wir Ihnen unsere Arbeit vorstellen und Perspektiven für eine lebenswerte Zukunft entwickeln.
Im Staatswald am Rothaarkamm wird nach den Plänen der Landesregierung auf jeden Fall ein großes Wildnisgebiet ausgewiesen. Dies ist politisch festgelegt und ökologisch dringend notwendig.
Der Kreis Siegen-Wittgenstein hat nun die Möglichkeit zu entscheiden, ob es ein einfaches, vom Eigentümer ausgewiesenes Wildnisgebiet ohne Landesinvestitionen in Millionen-Höhe, oder ein Nationalpark mit Arbeitsplätzen, Infrastruktur und überregionaler Strahlkraft wird.
Der Kreistag steht vor der Wahl zwischen „Wildnis ohne alles – oder – Wildnis mit Nationalpark-Millionen für unsere Region“.
Hier geht es zur Pressemittelung:
Sa 13.06.2026 - Botanische Wanderung in die ''Gernsdorfer Weidekämpe'', Anmeldung erforderlich 10-12 Uhr
Mo 15.06.2026 - Das Littfelder Grubengelände und die umliegenden Wälder, Anmeldung erforderlich - Anmeldung im Anmeldeportal der Biologischen Station 17 Uhr
Do 18.06.2026 - Hohenseebachskopf und Malscheid, Anmeldung nicht erforderlich 17-20 Uhr
Fr 03.07.2026 - Leuchtabend - Insekten der Nacht, Anmeldung erforderlich- Anmeldung im Anmeldeportal der Biologischen Station 21-open end
Wenn man das Geoportal des Kreises Siegen-Wittgenstein im Netz öffnet und den Unterbereich „Windenergieportal“ aufruft, wird man feststellen, dass sich die weitaus meisten Windenergieanlagen, die geplant, im Bau oder schon errichtet sind in Waldgebieten befinden. Ein hoher Anteil der Anlagen befindet sich außerhalb der im Regionalplan vorgesehenen Vorrangzonen für Windenergie. Besonders hoch ist die Konzentration der Windenergieanlagen in Wittgenstein. Hier sind aktuell 23 Anlagen in Betrieb. Ca. 110 Anlagen sind genehmigt und überwiegend im Bau. Für weitere ca. 65 Anlagen wurde eine Genehmigung oder ein Vorbescheid beantragt. Im Siegerland sieht es (noch) etwas gemäßigter aus: 22 Anlagen sind in Betrieb, 39 Anlagen genehmigt und für ca. 59 gibt es Voranfragen oder Anträge. mehr zum Thema
Matthias Mennekes, NABU
Der NABU hat eine ausführliche Stellungnahme zu den 12 geplanten Windenergieanlagen der Prinz Wittgenstein Projektentwicklung im Außenbereich der Stadt Netphen oberhalb der Obernautalsperre fristgerecht an die Immissionsschutzbehörde des Kreises Siegen Wittgenstein eingereicht.
Der NABU hat große Einwendungen erhoben. Die beantragten WEA befinden sich allesamt außerhalb der durch den Regionalplan festgesetzten Windenergiebereiche und betreffen wertvolle Wälder sowie Lebensräume streng geschützter Arten. Es bestehen daher erhebliche artenschutzfachliche und -rechtliche Bedenken gegen das Vorhaben. Insbesondere Brutpaare der schlaggefährdeten Greifvogelarten Wespenbussard und Rotmilan werden durch die Windenergieanlagen bedroht.
Die Stellungnahme des NABU Siegen-Wittgenstein finden Sie hier:
In den Jahren 2012-2023 wurde von dem Ornithologen Jürgen Sartor die Vogelwelt direkt vor unserer Haustür, in der sogenannte Normallandschaft, also außerhalb von Schutzgebieten, fast täglich auf einem 7,5 km langen Rundweg erfasst. Gerade in diesem Zeitraum hat sich die Landschaft vor unserer Haustür aufgrund von Käferkalamitäten und Klimawandel drastisch verändert. Wo einst dichte Fichtenwälder standen, existiert jetzt eine offene Landschaft. Welche Auswirkungen hatten die Veränderung des Lebensraumes und der Klimawandel auf unsere Vogelwelt? Genau diese Fragen können mit dieser herausragenden Langzeitstudie beantwortet
Bild von links: Jürgen Sartor und Dr. Hartmut Müller
werden. In den 12 Jahren wurden auf einer 7,5 km langen „Dorfrunde“ regelmäßig alle Vogelarten und Individuen erfasst. Dieses Buch öffnet uns die Augen für die vielen jetzt stattfindenden Veränderungen und ihre Folgen für die Natur und die Artenvielfalt. In den 12 Jahren wurden auf einer 7,5 km langen „Dorfrunde“ regelmäßig alle Vogelarten und Individuen erfasst. Dieses Buch öffnet uns die Augen für die vielen jetzt stattfindenden Veränderungen und ihre Folgen für die Natur und die Artenvielfalt. Diese Studie ist topaktuell und nicht nur für Vogelbegeisterte interessant. Das Buch ist in der Geschäftsstelle des NABU und im Buchhandel für den Preis von 24,90 € erhältlich.
In diesem Buch sind über 250 Jahre Vogelbeobachtungen im Siegerland ansprechend zusammengefasst. Viele ehrenamtlichen VogelbeobachterInnen haben ihre über viele Jahrzehnte erhobenen Daten und Aufzeichnungen für dieses gewichtige Werk zur Verfügung gestellt.
Das Buch lädt zum Schmökern ein und dient zugleich als Nachschlagewerk. Es ist sowohl für den Laien als auch für den Vogelkundigen interessant. Im Siegerland kommen 261 Vogelarten als Brutvogel, Durchzügler oder Wintergast vor. Zu jeder Art werden Verbreitung (incl. Rasterkarten), Lebensraum, Bestandsentwicklung und derzeitiger Bestand, Fortpflanzung, Zuggeschehen sowie Gefährdung und Schutz anschaulich dargestellt.
Aufgrund der hohen Nachfrage haben wir eine 4. Auflage erstellt. Diese vierte Auflage ist nur dank der großzügigen Unterstützung der NRW-Stiftung möglich geworden. Dieses hochwertige Buch ist nicht nur für die regionalen Vogelfreundinnen und Vogelfreunde interessant. Es eignet sich auch hervorragend als sehr schönes Geschenk. Übrigens, bald ist schon wieder Weihnachten…
Herausgeber des Buches ist der Naturschutzbund Deutschland (NABU), Kreisverband Siegen-Wittgenstein e.V. Das Buch kann beim NABU Siegen-Wittgenstein über die e-mail [email protected] und im Buchhandel zum Preis von 39,95 € erworben werden.
Ab jetzt unterstützt Bernd Mosler, 68 Jahre, als Bundesfreiwilligendienstler (BFDler) den NABU KV SiWi in der Umweltbildung.
Bernd Mosler hat an der Universität Marburg Biologie, Sport und Chemie studiert und wurde engagierter Lehrer. Über zwanzig Jahre war er an Waldorfschulen tätig und später am Gymnasium Am Löhrtor in Siegen. Dort unterrichtete er 14 Jahre Biologie, Chemie und Sport.
Bernd Mosler bietet jetzt Kurse in der Umweltbildung für „Klein & Groß“ an und gibt sehr gerne seine Erfahrungen „außerhalb des Schulhauses“ an die Menschen in Kindergärten und Schulen: an Kinder, Jugendliche und die in der Erziehung Tätigen weiter.
„Während meiner gesamten Tätigkeit als Lehrer war es mir ein großes Anliegen, für Kinder und Jugendliche den Weg „‘raus aus dem Schulhaus“ zu finden, selbst die wunderbare Natur zu entdecken und den eigenen Gedanken des Naturschutzes bei möglichst vielen Menschen – auch bei den Eltern und Kolleg*innen – weiter zu entwickeln.“
„Ich freue mich auf die neue Tätigkeit und hoffe auf vielfältige neue Erfahrungen für Jung und Alt auf den eigenen Wegen in die Natur – in Stadt und Land, auf Schulhöfen und unterwegs ...
Wer einen Kurs bei Herrn Mosler „buchen“ möchte, kann sich gerne an unserer Geschäftsstelle unter [email protected] wenden.
Am 29.4.25 war es so weit. Zwanzig SchwalbenschützerInnen trafen sich in der Geschäftsstelle oder waren online dazugeschaltet. Nach einer kurzen Kennenlern-Runde der Schwalbenfreunde stellte Klaudia Witte in einem Vortrag die Unterschiede und Gemeinsamkeiten von Mehlschwalbe und Rauchschwalbe vor. Dann wurden die Aufgaben und Ziele der Schwalben AG besprochen. Selbstverständlich kann jeder, der möchte, bei der Schwalben AG gerne mitmachen. Mehr Infos zur Schwalben AG sind hier.
In diesen Wochen finden eine Reihe von Pflegeeinsätzen im Kreisgebiet statt, bei denen wir uns über helfende Hände freuen!
Am 24.02.24 steht die Lebensraumverbesserung für die seltenen Wiesenvogelarten Wiesenpieper und Braunkehlchen im NSG „Bonnwiese“, Bad Laasphe-Oberndorf und im benachbarten NSG „Rüppershausen und Hermannssteg“, Bad Laasphe-Rüppershausen auf dem Programm. An den kommenden Samstagen werden, bei geeignetem Wetter, weitere Aktionen folgen.
Jede/ jeder kann mitmachen. Wer interesse hat, meldet sich bitte unter [email protected].
Hier wird ein Bahndamm in Beddelhausen freigeschnitten.
Klimakrise und Artensterben sind die größten Bedrohungen der Menschheit und die größten Herausforderungen unserer Zeit. Auch in der Landschaft
Siegen-Wittgensteins sind tiefgreifende Verände-rungen unterschiedlichster Weise zu bemerken – von verschwin-denden oder neu auftauchenden Arten über großflächige Kahl-schläge aufgrund der
Trockenheit und des Borkenkäferbefalls, bis zu neuer technischer Überprägung der Landschaft durch die Errichtung von Anlagen zur Gewinnung erneuerbarer Energien. Mit dem Klimaschutz als ein
Kernanliegen des NABU wird die neue Ziel-setzung in der Bundesgesetzgebung, die Klimaneutralität früher zu erreichen und den Ausbau erneuerbarer Energien zu beschleu-nigen, grundsätzlich begrüßt.
weiterlesen
Foto: Julia Schneider
Es steht außer Frage, dass wir die Windenergie als einen Baustein der regenerativen Energien benötigen. Aber es kommt auf den Standort an, denn
eine WEA ist eine Industrieanlage. WEAs sollten auf schon versiegelten, bebauten Flächen nahe am Stromabnehmer entstehen, z.B. in Gewerbegebieten, entlang von Infrastrukturtrassen, auch in der
Nähe von Wohnbebauung, aber nicht im Wald, nicht auf Kalamaitätsflächen. Durch die WEA und die entsprechenden Erschließungstrassen erfolgt eine Fragmentierung des Waldes, welche eine klimatische
Störung des Ökosystems und der Kühlungsfunktion hervorruft. Wenngleich die meisten Anlagen auf Kalamitätsflächen errichtet werden sollen, sind diese die klimaresilienten Mischwälder im Kreis
Siegen-Wittgenstein von morgen, wenn man sich der Verantwortung als Waldbesitzer für die Zukunft der Menschen, der Landschaft und der Natur stellt. Daher stellen WEA auch hier eine
Beeinträchtigung des Klimas dar. Industrielle WEAs auf den ehemaligen Waldflächen führen zusätzlich dazu, dass die Wiederaufforstung auf den Flächen verzögert wird. Anstelle einer Stärkung der
Klimaschutzfunktion des Waldes als Klimaanlage der Landschaft, Wasserspeicher und Kohlenstoffsenke sowie deren ökologischer Substanz für die gefährdete Biodiversität sollen Wälder nun als
Standort für industrielle WEA herhalten.
Der Biber ist nach Siegen-Wittgenstein zurückgekehrt. Seit 2020 lebt ein Biber in Kreuztal an und in der Ferndorf. Der Biber ist unser größtes Nagetier und streng geschützt. Da der Biber dämmerungs- und nachtaktiv ist, sieht man ihn zwar nicht, aber man sieht seine Spuren, die eindeutig auf seine nächtlichen Aktivitäten hinweisen. Der Biber ist ein reiner Vegetarier. Er ernährt sich von Kräutern und Stauden und Zweigen. Um an die Zweige zu gelangen, fällt er Bäume.
Foto: Klemens Karkow (NABU)
Der Biber in Kreuztal hat jetzt einen Wächter. Wir freuen uns sehr, dass Chris Kühn ab jetzt ein Auge auf den Biber wirft und seine/ihre Aktivitäten dokumentiert und dem NABU besondere
Vorkommnisse mitteilt.
Eine Stellungnahme von Michael Düben
Lobbyisten werden von vielen demokratisch engagierten Menschen skeptisch betrachtet, da Lobbyisten versuchen, demokratische Prozesse und Entscheidungen zu beeinflussen und in eine ganz bestimmte Richtung zu lenken. Meist geht es darum, möglichst großen finanziellen Nutzen und Unabhängigkeit für die Auftraggeber der Lobbyisten zu erreichen. weiterlesen
Bereits seit den achtziger Jahren wird die sogenannte Route 57 geplant.Mehr Straßen führen zu mehr Verkehr, nicht zur Minderung des Verkehrs
Der Film zeigt eindrücklich, was wir und alle nachfolgenden Generationen verlieren können.
Mehr Straßen zerschneiden zusammenhängende Naturräumen mit allen negativen Konsequenzen für die Natur und für den Menschen, denn nicht nur die Natur braucht Raum, sondern auch wir brauchen die Natur als „Rückzugsräume“ für unsere Erholung.
Pressemitteilung:
Durch die Kombination aus Windwurfereignissen nach Orkanen und schweren Stürmen und zwei aufeinander folgenden Jahren mit überdurchschnittlicher Trockenheit kam und kommt es auch im Kreisgebiet von Siegen-Wittgenstein zum Absterben von Waldbeständen in bisher nicht gekanntem Umfang. Vornehmlich sind bislang Fichtenbestände mittleren Alters und Fichtenalthölzer betroffen. Neben den wirtschaftlich schwerwiegenden Auswirkungen für die betroffenen Waldbesitzer und den für alle Waldbesucher mehr als deutlich erkennbaren Veränderungen des Landschaftsbildes kommt es durch die kalamitätsbedingten Zwangseinschläge der befallenen Nadelholzbestände auch zu Verlusten an Bäumen mit Greifvogelhorsten oder Bäumen mit Spechthöhlen.
Foto: Matthias Mennekes Mehr lesen