Feuchtgebiet Lützel

 

Südöstlich der Ortschaft Lützel (Stadt Hilchenbach) fließt der Lützelbach. Hier befindet sich ein ca. 3,7 ha großes, an einem leicht geneigten Hang gelegenes Feuchtgebiet mit ehemaliger Niedermoorausprägung. Die Feuchtigkeit in diesem Bereich ergibt sich durch mehrere großflächige Sickerquellhorizonte und staunasse Bereiche bei insgesamt hohem Grundwasserstand.

Große Teile des Areals sind im Besitz der Stadt Hilchenbach, ein großes Grundstück ist Eigentum des NABU Siegen-Wittgenstein. Nach Abschluss von Gestattungsverträgen mit der Stadt Hilchenbach wurden in den  Jahren 1984/85 vom NABU und der damaligen BUND-Ortsgruppe Hilchenbach in diesem Gebiet ca. 60 Teiche und Tümpel, teils per Handarbeit, teils mit Maschineneinsatz, angelegt. Weiterhin wurden im südöstlichen und im nördlichen Teil des Gebietes Feldgehölze und Hecken gepflanzt.

Diese Maßnahmen führten dazu, dass sich das Feuchtgebiet Lützel zu einem einzigartigen Biotop entwickeln konnte. Hier finden wir wertvolle Pflanzenbestände mit z.B. Wollgras, Knabenkräutern, Sumpfblutauge etc. Es ist ein wichtiger Lebensraum für Vögel wie Braunkehlchen, Wiesenpieper oder Rohrammer. Man findet aber auch viele schützenswerte Libellen, Amphibien, Schmetterlinge und Insekten. Es würde den Rahmen dieser Betrachtung sprengen, alle vorhandenen Arten anzuführen. Für Interessierte sei daher auf das kleine Buch „Feuchtgebiet Lützel“ (erschienen 1992) mit seiner wissenschaftlichen Abhandlung über dieses Gebiet verwiesen. Restexemplare sind beim NABU noch erhältlich (über Kontakt).

Auch das Feuchtgebiet Lützel unterliegt einer natürlichen Sukzession. Um den Wert dieses Lebensraumes zu erhalten, sind immer wieder Pflegemaßnamen notwendig. So wird der mittlere Teil des Gebietes durch Vertragsnaturschutz (KULAP) von einem ortsansässigen Landwirt einmal im Jahr gemäht und das Mähgut abtransportiert. Hier hat sich wieder eine typische Niedermoorausprägung eingestellt. Trittschwingungen signalisieren an verschiedenen Stellen die Torflager unter der Oberfläche.

Die Teiche und Tümpel verlanden und wachsen zu. Daher müssen vom NABU per anstrengender Handarbeit immer wieder neue kleine Tümpel gegraben werden, um der Natur diesen Lebensraum weiterhin anbieten zu können. Auch müssen aufwachsende Gehölze und Sträucher immer wieder aus dem Gebiet entfernt werden, damit der Offenlandcharakter erhalten bleibt.

 

Michael Düben  2011

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Foto: Tom Dove
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